Schönes Gefühl
Ich wusste in der Sekunde, dass es ein Fehler war, als ich das Licht in der alten Scheune brennen sah. Es war kurz nach vier Uhr morgens, Mitte
Das blaue Kleid am Fenstertisch Ich arbeite seit elf Jahren im „Rosmarin" am Gärtnerplatz. In den ersten zwei Jahren habe ich geglaubt, ich hätte schon alles gesehen. Verliebte,
Der Flieder vor dem Küchenfenster in Regensburg roch so aufdringlich süß, dass ich ihn kaum ertrug, während meine Schwiegermutter mit ihrer Handtasche in unserer Wohnung stand, als wäre
In Neukölln roch es an diesem Dienstagabend nach Regen und Döner. Ich stand an der Bushaltestelle Herrmannplatz, die Tüte von Karstadt in der Hand, und starrte auf mein
Melanie stieg aus dem silbernen Passat, strich ihren Mantel glatt und schaute kurz zu ihrem Mann hinüber, der den Motor laufen ließ. Sie kam nicht zur Haustür. Sie
Ich arbeite seit neun Jahren als Pförtner in einem Leipziger Wohnblock. Man sieht viel an so einem Platz: Pakete, die tagelang nicht abgeholt werden, Paare, die sich im
Ich arbeite seit zwölf Jahren als Tierpsychologin in Bremen. Die meisten Fälle gleichen sich: Katzen, die aufs Sofa machen, Hunde, die nachts jaulen, Papageien, die sich Federn rupfen.
Der Morgen gehörte Oma Helene. Nicht der Familie, nicht dem Haus, nicht den Nachbarn — ihr allein. Seit Menschengedenken stand sie auf, wenn Leipzig noch in einem blaugrauen
Ich hieß Matthias Vogler, ich war siebenundzwanzig, und ich hatte gerade angefangen, für einen Kabarettverlag in Köln Sketche zu schreiben, als mich ein Freund zu einer Premierenfeier ins
Ich war siebzehn, als mein Vater mir eine Reisetasche mit vierzig Euro auf die Treppe stellte und sagte, ich solle mir "woanders ein Zuhause suchen". Zwölf Jahre später
