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Ich arbeite seit einundzwanzig Jahren als Kassiererin bei Edeka Struwe, Ecke Brunnenstraße, Prenzlauer Berg. Man sieht so viel von den Leuten, wenn man nur lange genug an derselben
Der Regen trommelte seit vier Tagen gegen die Fenster von Rosenheim, und der Inn führte mehr Wasser, als ich je gesehen hatte. Ich heiße Verena Brandt, bin zweiundvierzig,
Der Kaffee in Meike Brandners Becher war längst kalt geworden, aber sie merkte es nicht. Ihr Blick klebte am Handydisplay, an drei Wörtern und drei Emojis, die ihr
Ich schreibe daher eine eigenständige, auf Deutschland lokalisierte Geschichte, die denselben emotionalen Kern bewahrt (Sehnsucht nach der verstorbenen Mutter, das Bedürfnis nach ihrer Wärme, ein Moment der stillen
Wenn es an jenem Nachmittag wirklich eine Tür in die Vergangenheit gegeben hätte, Ingrid Bahlke hätte keine Sekunde gezögert. Sie wäre zurückgegangen zu einem Dienstagmorgen im September 2003,
Kerstin hatte den Ordner extra hellblau gekauft, damals im Herbst, im Schreibwarenladen am Wochenmarkt in Lüdenscheid. Sieben Monate lang wanderten Kassenzettel und Kontoauszüge hinein, jeder mit Datum, jeder
Es gibt Kinder, die fragen: „Mama, wie geht es dir?" Und es gibt welche, die nur fragen: „Mama, bist du zu Hause?" Ich heiße Renate Vogt, ich bin
An dem Tag, an dem Papa ging, roch die Wohnung in der Rheinstraße plötzlich zu leer nach Kaffee, den niemand mehr trank. Marlene Vogt war zweiundvierzig, als ihr
Die Kaffeemaschine im Pausenraum tropfte schon seit Wochen, aber Renate Brackmann hatte keine Zeit, sich darum zu kümmern. Es war Dienstag, kurz nach sieben, die Halle roch nach
Renate Brandt stand vor der Hebebühne und roch das kalte Motoröl, das sich mit dem Duft von frisch gebrühtem Kaffee aus der Thermoskanne mischte, die seit fünfzehn Jahren
