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Ich stehe seit einundzwanzig Jahren an diesem Empfangstisch im Bestattungsinstitut Vogel in Recklinghausen, binde Kränze, schreibe Trauerkarten, reiche Taschentücher. Man sieht dabei mehr von den Lebenden als von
Ich bin seit siebzehn Jahren Steuerberaterin in Rheinfeld, einem Städtchen an der Mosel, keine dreißig Kilometer von Trier. Meine Kanzlei liegt über der Bäckerei Fecht, und wenn ich
Der Tag, an dem mich die Kassiererin "Oma" nannte „Und, wie fühlt man sich so, wenn man schon alt ist?" Das fragte mich die Praktikantin an der Kasse
Ich heiße Ingrid Brenner, bin einundsiebzig und wohne seit vierunddreißig Jahren in derselben Doppelhaushälfte in Recklinghausen, Ecke Herzogswall. Drei Kinder habe ich großgezogen, elf Enkel dazubekommen — und
Ich arbeite seit vierzehn Jahren als Anmeldeschwester in der Notaufnahme des St.-Elisabeth-Krankenhauses in Wuppertal. Man sieht dort Dinge, die man nicht vergisst, auch wenn keiner blutet. Manchmal ist
Es roch nach Bohnerwachs, als Renate Brummel am Dienstagnachmittag die Kanzlei betrat, und irgendwo im Hinterzimmer lief ein Radio, viel zu leise, um die Nachrichten zu verstehen. Sie
Ich war neun, als ich anfing, Brezeln zu verkaufen. Nicht auf der Straße – auf dem Wochenmarkt am Elbufer in Dresden, dort, wo die Fähre nach Pillnitz ablegt
Als Marlene Brandt an jenem Dienstag im März die rote Lederjacke aus dem Schrank in ihrer Wohnung in Freiburg zog, wusste sie noch nicht, dass ihre Tochter Sabine
Achtunddreißig Jahre unter einem Dach mit Ingrid Berger hinterließen genau eine Sache, die Eva Brandt wirklich behalten wollte: eine handbemalte Tasse aus Bunzlau, mit einem Henkel, um den
Karin Vogel hatte elf Jahre in der Apotheke am Rathausmarkt gearbeitet, und in all den Jahren hatte sie sich nie eine Woche Urlaub für sich selbst gegönnt. Diesen
