Die fremde Frau an der Hochzeitstafel
Die Hochzeit war in vollem Gange. Der Festsaal des alten Gutshofs vor den Toren Bremens erstrahlte im warmen Licht der Abendsonne. Auf der Terrasse mit Blick auf die
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Eine mitleidige Geste, die alles veränderte
Der Anruf meiner Mutter kam an einem Dienstagabend, kurz vor zehn. Ich saß im Stau auf der Stadtautobahn, die Klimaanlage war kaputt, und mein Chef hatte mir gerade
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Das Mädchen mit dem silbernen Medaillon
Die Speisekammer von Schloss Lilienfeld roch nach kaltem Wachs, feuchtem Stein und den Resten des gestrigen Festmahls. Draußen strich der Novemberwind durch die Kastanienallee und drückte Regentropfen gegen
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Der Sommer, den ich nie vergessen werde
Ich kam an einem Dienstagabend gegen Viertel nach sieben nach Hause. Der Edeka-Beutel mit den Einkäufen hing schwer in meiner Hand, ich wollte nur noch die Schuhe ausziehen
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Das Telefon in der fremden Küche
Der Schlüsselbund landete mit einem harten Klirren auf dem Fliesenboden. Laura fluchte leise. Ausgerechnet heute Morgen musste die Verlängerung für den Mietvertrag von „Windschnitt“, ihrer gemeinsamen Segelwerkstatt, zum
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Die fremde Umarmung
Ich hörte auf zu atmen, als ich die Tür zum Konferenzraum aufstieß. Da stand mein Mann, Andreas, mit den Lippen auf dem Mund seiner Assistentin Jana. An unserem
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Das Erbe im Nebel
Es war kurz vor Mitternacht, als das Telefon sie aus dem ersten Schlaf riss. Freitagabend, die Woche war ein Trümmerhaufen gewesen, und Kathrin hatte sich gerade mit einer
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Die fünfte Stufe
Ruth saß auf dem kalten Betonboden des Kellers, die Hände auf den samtgrünen Armlehnen ihres Sessels. Der Sessel stand neben einem rostigen Fahrrad und Kartons mit der Aufschrift
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Silke stand am Rand der Abschlussfeier, den Rücken durchgedrückt, und umklammerte den Henkel einer glänzenden Geschenktüte. Sie war nicht gekommen, um sich unter die Menge zu mischen. Sie war gekommen, um den großen Auftritt zu haben. In einem elfenbeinfarbenen Kostüm, das nach teurem Parfüm roch, schob sie sich durch die Tischreihen der Aula des Hamburger Lessing-Gymnasiums direkt auf die Bühne zu.
David sah sie zuerst. Er saß neben seinen Zwillingsmädchen, ein Glas stilles Wasser in der Hand, die Krawatte leicht gelockert. Milas Hand, die auf dem Tisch lag, verkrampfte
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Der Duft von Zimt und frisch gebackenem Apfelkuchen lag noch in der Luft, als Felix gähnend die Treppe des alten Fachwerkhauses herunterkam. Seine Mutter Gisela stand in der kleinen Küche in Freiburg, deren Fenster auf den wild wuchernden Garten hinausgingen, und zählte Geldscheine auf die Arbeitsplatte.
»Dein Sohn? Ein prima Lückenfüller. Solang nix Besseres nachkommt.« Den Satz hatte Gisela am Münsterplatz aufgeschnappt, zwischen französischem Käse und selbstgemachter Marmelade, und er hing ihr noch in
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