Die fremde Umarmung
Ich hörte auf zu atmen, als ich die Tür zum Konferenzraum aufstieß. Da stand mein Mann, Andreas, mit den Lippen auf dem Mund seiner Assistentin Jana. An unserem
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Das Erbe im Nebel
Es war kurz vor Mitternacht, als das Telefon sie aus dem ersten Schlaf riss. Freitagabend, die Woche war ein Trümmerhaufen gewesen, und Kathrin hatte sich gerade mit einer
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Die fünfte Stufe
Ruth saß auf dem kalten Betonboden des Kellers, die Hände auf den samtgrünen Armlehnen ihres Sessels. Der Sessel stand neben einem rostigen Fahrrad und Kartons mit der Aufschrift
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Silke stand am Rand der Abschlussfeier, den Rücken durchgedrückt, und umklammerte den Henkel einer glänzenden Geschenktüte. Sie war nicht gekommen, um sich unter die Menge zu mischen. Sie war gekommen, um den großen Auftritt zu haben. In einem elfenbeinfarbenen Kostüm, das nach teurem Parfüm roch, schob sie sich durch die Tischreihen der Aula des Hamburger Lessing-Gymnasiums direkt auf die Bühne zu.
David sah sie zuerst. Er saß neben seinen Zwillingsmädchen, ein Glas stilles Wasser in der Hand, die Krawatte leicht gelockert. Milas Hand, die auf dem Tisch lag, verkrampfte
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Der Duft von Zimt und frisch gebackenem Apfelkuchen lag noch in der Luft, als Felix gähnend die Treppe des alten Fachwerkhauses herunterkam. Seine Mutter Gisela stand in der kleinen Küche in Freiburg, deren Fenster auf den wild wuchernden Garten hinausgingen, und zählte Geldscheine auf die Arbeitsplatte.
»Dein Sohn? Ein prima Lückenfüller. Solang nix Besseres nachkommt.« Den Satz hatte Gisela am Münsterplatz aufgeschnappt, zwischen französischem Käse und selbstgemachter Marmelade, und er hing ihr noch in
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Das letzte freie Zimmer am Meer
Die Klingel über der Tür des kleinen Reisebüros in der Kölner Südstadt schlug an, und ein warmer Föhnwind wehte einen Stapel Prospekte vom Tresen. Silke drückte die Tür
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Annegret und der gelbe Mantel
„Wozu brauchst du das denn jetzt noch, Mama?“ Kaum war ich aus den USA zurück, hörte ich diesen Satz. Morgens beim Frühstück, nachmittags im Garten, abends, wenn wir
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Anna wartet im Terminal 2 auf Rettung
Als ich Anna endlich fand, saß sie auf einer klammen Holzbank im Terminal 2 des Berliner Flughafens, den schlafenden Max an die Schulter gelehnt. Ein halb ausgetrunkener Becher
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Das Kleid, das die Zeit zurückdrehte
Der Winterabend in Hamburg war so kalt, dass der Atem vor dem Gesicht gefror. Sophie zog ihren dünnen Schal fester und blieb vor dem Schaufenster der Boutique La
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Finjas Ohrringe
Sabine Weber stellte die Schüssel mit dem Hühnchen auf den Boden, direkt vor Finjas feuchte Nase. Die Hündin blinzelte nicht einmal. Sie lag auf ihrem Korb neben der
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