Die Perlenknopf-Handschuh
Der Perlenknopf-Handschuh Ich heiße Nikolai Brandt. Ich bin der Mann, der an seinem Hochzeitstag den Mund nicht aufbekommen hat. Nicht aus Feigheit — obwohl es so aussah. Sondern
Uniad
Der Duft von Linoleum und die Uhr, die falsch geht
Ich heiße Werner Brandt, ich bin einundneunzig, und ich schreibe das hier, weil meine Enkelin mir ein Heft und einen dicken Stift gebracht hat – die Finger machen
Uniad
Der Karton für Vivian
Die Nachricht kam an einem Dienstagabend im April, als ich gerade die Sitzordnung für dreiundzwanzig Tische durchging und mein Kaffee schon lange kalt war. Mein Handy vibrierte auf
Uniad
Die Werkstatt in der Bahnhofstraße
Es war ein Dienstagmorgen im März, als Renate Brückner den Brief aus dem Briefkasten zog und ihn zwischen zwei Werbeprospekten fast übersehen hätte. Der Kaffee in ihrer Küche
Uniad
Guten Morgen, Kramer
Ich hab das mit dem Kaffeeautomaten. Elfte Etage, Bürohaus an der Rheinstraße in Duisburg, seit sechs Jahren immer dieselbe Runde: Filter rein, zwei Kannen, um Viertel vor acht
Uniad
Der Klappstuhl von der Bäckerstraße
Ich hatte mir vorgenommen, früh genug da zu sein, um noch einen Platz am Straßenrand zu ergattern. Beim Herbstfest in Lindenau, einem Stadtteil am Rand von Leipzig, ging
Uniad
Das Letzte, was sie aufhob, war der Schuhkarton
Ich habe Marta geheiratet, als sie zweiundsiebzig war und ich siebenundzwanzig. Pleite, verschuldet, die Adresse im Ausweis war ein Schrottplatz in der Nähe von Duisburg. Nachts habe ich
Uniad
# Der Weg, den ich nicht gewählt habe
Thomas Bergmann arbeitete neun Jahre als Wanderführer im Nationalpark Berchtesgaden, und diese Geschichte erzählte er nur ein einziges Mal, an einem Winterabend, einer Gruppe von Jugendlichen aus schwierigen
Uniad
Wenn eine Tür in Frankfurt zufällt
Als Mareike Brenner die Wohnungstür in der Bornheimer Landstraße aufschloss, roch es nach dem Erdbeerpudding, den sie vor der Geburt eingefroren hatte, und nach dem feuchten September draußen,
Uniad
**Fünfzehn Jahre unter einem Dach**
Diese Frau tauchte in unserem Haus auf, als ich zehn war. Vater brachte sie von einer Dienstreise aus München mit, stellte sie im Flur ab, wie ein neues
Uniad