Schönes Gefühl
Ich saß in meiner Werkshalle in Berlin-Lichtenberg und justierte die Zündung an einem alten Opel Diplomat, als draußen ein Transporter hupte. Nicht kurz und genervt – sondern dieses
»Paulchen, ist deine Mama da?«, fragte ich, als sich am anderen Ende der Leitung eine piepsige Kinderstimme meldete. »Nee, Tante Marlene«, antwortete der Siebenjährige und mümmelte dabei irgendwas
Ich heiße Kathrin, bin 62 und arbeite seit dreißig Jahren in der Nachtschicht der Unfallchirurgie im Klinikum Bremerhaven. Man sollte meinen, Knochenbrüche und innere Blutungen lehren einen, was
Das erste, was ich an diesem Morgen wahrnahm, war nicht das Licht, sondern die Kälte. Sie kroch durch die Ritzen des alten Fachwerkhauses, als wäre der März selbst
Die Stimme von Jans Mutter gellt immer noch in meinem Kopf. „Du widerliches Stück! Verschwinde, bevor ich die Polizei rufe!“ Die Tür knallt so hart zu, dass der
Ich hörte das Klicken des Bestecks, das meine Mutter auf den Porzellanteller legte. Bedächtiger als nötig. Als würde sie mit dieser einen Bewegung ein Urteil fällen. „Du hast
Clara war nie eine Frau, die gern Szenen macht. Aber an diesem Donnerstag im Juni war es so weit. Sie stand in der Küche ihres eigenen kleinen Hauses
Vor drei Wochen hat mir meine Tochter beim Kaffee gesagt, ich solle endlich anfangen, mich meinem Alter gemäß zu kleiden. Nicht böse, eher so, wie man einem Kind
An dem Morgen, als ich den Zettel zum ersten Mal sah, roch die Wohnung nach dem teuren Waschmittel, das meine Tochter immer online bestellt. Ich stand in ihrer
»Ich will die Scheidung, Inga, und ich kriege meinen Anteil vom Seehaus!«, fauchte Leonie und ließ ihre Handtasche so heftig auf den Küchentisch knallen, dass die Espressomaschine wackelte.
