# Das Medaillon im Hochzeitskleid und die Akte von 1998
Ich habe die Halle um Viertel vor sechs aufgesperrt, die Sohlen noch nass vom Waldboden. Die Kripo war schon durch, aber unter die losen Dielen im Büro hatten
Uniad
Der Anruf, der alles gekostet hat
Ich war dreiundzwanzig, als mein Opa mir das Haus in der Kleingartenanlage am Rand von Leipzig überschreiben wollte. Nicht weil er reich war — das Ding war vielleicht
Uniad
Verschwundene Kutter in Warnemünde
Ana hängte den Autoschlüssel an den Haken neben der Tür und blieb einen Moment im Flur stehen. Freitagmorgen, halb sieben, Jens war schon weg – die Angeltasche, die
Uniad
Die Gala, auf der mein Mann den Preis für den besten Vater des Jahres bekam und unsere Tochter das Mikrofon nahm
Ich saß in der vorletzten Reihe der Aula des Städtischen Gymnasiums in Paderborn und zählte die Holztäfelung an der Decke, weil ich nirgendwo anders hinschauen konnte. Vierundzwanzig Paneele
Uniad
Die vierundzwanzig Mandarinen
Ich stand im Flur, die Einkaufstasche in der Hand, und aus einem Riss im Boden purzelten die Mandarinen. Eine rollte unters Schuhregal. Ich schaute ihr nach, als könnte
Uniad
Der Zettel am Kühlschrank
„Oma Ingrid hat mich großgezogen von ihrer Rente und dem Kindergeld – wir hatten wenig, aber mir hat nie eine Mutter gefehlt." Jendrik war siebzehn, als er das
Uniad
Der Tag, an dem ich meinen Vater im Helmstedter Klinikum fand
Ich hatte meinen Vater seit elf Jahren nicht gesehen. Kein Anruf, keine Karte zu Weihnachten, nichts. Und dann kam dieser Anruf von einer Schwester aus dem Klinikum in
Uniad
Zwei Jungen im Blitzlicht
Als Kathrin Voss ihren Verlobten Jonas vor zwölf Jahren kennenlernte, roch die Wohnung ihrer Eltern in Bocholt noch nach frisch gestrichenem Flur und nach dem Kirschkuchen, den ihre
Uniad
Die Nachbarin mit der roten Hibiskusblüte
Die Nachbarin und die rote Dahlie Ich arbeite seit elf Jahren als Postbotin in Freiburg, Bezirk Wiehre. Mein Revier sind die alten Gründerzeithäuser zwischen Sternwaldstraße und Schillerstraße. Man
Uniad
Vier Tage nach dem Kaiserschnitt meiner Schwester bat sie mich, sie zu einer Adresse in Dortmund-Hörde zu fahren. Ich arbeite seit elf Jahren als Hebamme am Klinikum Dortmund. Geburten sehe ich täglich. Aber so etwas wie an diesem Dienstag Ende November hatte ich noch nicht erlebt.
Es begann damit, dass Katrin, die Frau von Zimmer 214, morgens um kurz nach sechs nicht mehr in ihrem Bett lag. Kein Anruf, keine Nachricht, keine Bitte um
Uniad