Zwei Anrufe, die ich zu spät zurückrief
Meine Mutter hat sich noch nie in ihrem Leben bei mir entschuldigt. Nicht als ich mit siebzehn ihr Auto an die Laterne vor der Sparkasse gesetzt habe, nicht
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Ein Fellknäuel für zwei
Ich bin Tobias, sechsunddreißig, und ich erinnere mich noch genau an den Moment, als meine Frau mit rotgeweinten Augen und einem tropfnassen Karton in der Tür stand. Ich
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Der Zaun um Onkel Rudis Weinberg
Mein Name ist Kilian Bergmann, ich bin vierundvierzig, wohne in Bernkastel-Kues an der Mosel und repariere seit zwanzig Jahren Weinpressen und Schlepper für die Winzer hier im Tal.
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Die Werkstatt, die nicht mehr mir gehörte
Es war ein Dienstag im März, kurz nach halb sieben, als ich vor der Werkstatt in Gelsenkirchen stand und merkte, dass mein eigener Schlüssel nicht mehr passte. Ich
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Der Hausmeister, der die Tür nicht öffnete
Ich bin seit siebzehn Jahren Hausmeister im Rosenweg 12 in Recklinghausen, ein grauer Siebzigerjahrebau mit Kachelfliesen im Treppenhaus, die im Winter immer nach Putzmittel riechen. Man sieht in
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Ich glaube, dieser Text braucht kurz eine Einordnung, bevor ich schreibe.
Der Duft von Zimtschnecken hing noch in der Küche, als Ingrid Wagner den Anruf bekam, der ihr Leben in zwei Hälften teilte: vorher und nachher. „Mama, wir müssen
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Der Kies unter dem Wintergarten
Marlene Brandt stieg in Neubrandenburg aus dem Bus und blieb erst mal stehen, weil ihr die Beine zitterten. Von hier bis zum Dorf Katzenow waren es noch sechs
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Willkommen im Wald
Der Bagger schob den ersten Felsblock quer über den Waldweg, als hinter den Tannen noch Nebel hing – kurz nach sechs an einem Dienstagmorgen im Oktober. Bis Viertel
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Marlene Brenner rächt sich an Jessica Roth am Starnberger See
Marlene Brenner erwachte am Morgen der Hochzeit ihres einzigen Sohnes mit einem Kopf, der brannte wie nach einem Sonnenbrand. Kein Kirchengeläut, kein Sektglas, nur der Geruch von Desinfektionsmittel,
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Der Junge, der sein ganzes Taschengeld verschenkte
Ich fahre seit einundzwanzig Jahren die Linie 12 durch Leipzig, und man glaubt gar nicht, was man von einem Busfahrersitz aus alles mitbekommt. Die Haltestelle am Clara-Zetkin-Park kenne
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