„Meine Mutter wird ihren Geburtstag hier feiern. Und deine Eltern können für ein paar Tage woanders unterkommen.“

Katharina starrte ihren Mann sprachlos an.

Sie hatte gerade die Kaffeetassen vom Frühstück in die Spülmaschine gestellt, als Felix diesen Satz mit einer Selbstverständlichkeit aussprach, als ginge es darum, die Gartenmöbel umzustellen.

Sie drehte sich langsam zu ihm um.

„Wie bitte?“

Felix seufzte.

„Meine Mutter wird sechzig. Sie möchte ihre Feier hier veranstalten. Das Haus ist groß genug, der Garten ist perfekt, und alle freuen sich schon darauf.“

„Und warum genau sollen meine Eltern verschwinden?“

„Weil wir Platz brauchen.“

Katharina schüttelte ungläubig den Kopf.

„Platz? Es gibt vier Gästezimmer.“

„Es geht nicht nur um die Zimmer.“

„Sondern?“

Felix wich ihrem Blick aus.

„Meine Mutter möchte die Familie unter sich haben.“

Diese Worte trafen Katharina mitten ins Herz.

„Meine Eltern gehören also nicht zur Familie?“

Felix antwortete nicht sofort.

„Du weißt, wie meine Mutter ist.“

„Nein“, sagte Katharina ruhig. „Ich weiß gerade nur, wie du bist.“


Das alte Landhaus lag am Rand eines kleinen Dorfes in Bayern.

Es hatte einst ihren Großeltern gehört.

Nach deren Tod erbte Katharina das Haus.

Damals war das Dach undicht, die Fenster morsch und der Garten völlig verwildert.

Niemand glaubte, dass sich

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Uniad
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